{Emotionen Teil 1}

Kompetenzen müssen bzw können wir erlernen, sie haben nichts mit der Intelligenz zu tun. Kompetenzen werden uns nicht in die Wiege gelegt. 

Im Laufe unserer Kindheit sollten wir lernen wie wir mit unseren Gefühlen umgehen. Dazu gehört zu lernen sie wahrzunehmen, sie zu zulassen und die Reaktion dann darauf. 

Nun ist es so das wir meistens durch unseren Umfeld aber lernen Gefühle gar nicht erst zu zulassen. Wir bekommen gesagt wie wir uns zu verhalten haben. Wir dürfen nicht schreien oder wütend sein, wenn wir das tun, sind wir impulsiv und aggressiv. Wenn wir viel weinen sind wir eine ‚Heulsuse‘. So welche Emotionen werden vom Umfeld als negativ bewertet. Und uns suggeriert, das wir sie nicht haben dürfen und wir ‚gefallen‘ nur unseren Umfeld wenn wir ‚gut drauf‘ sind. So kommen wir ins Ungleichgewicht mit unseren inneren und äußeren Selbst. Wissen oft nicht wie wir nun reagieren sollen, sind uns selber nicht einig. Verhaltens Auffälligkeiten können entstehen oder wir blocken unser inneres ab und handeln so wie es vom Außen uns suggeriert wird. Wir haben aber nicht gelernt mit unseren Emotionen um zu gehen. 

Daher ist es wichtig den Kindern beizubringen wir sie mit ihren Emotionen ‚richtig‘ umgehen können. In dem sie lernen ihre Emotionen wahrzunehmen, anzunehmen und der Umgang mit ihnen. Wenn ein Kind Emotionen zeigen darf, wir Erwachsenen das zu lassen und dem Kind die Wertschätzung gegenüber bringen diese Gefühle wahrgenommen zu haben, wird es dem Kind leichter fallen seine Gefühle zu kontrollieren und einzuordnen. 

Ich war als Kind schon hochsensibel, im Bezug auf meine eigenen Gefühle und die der anderen. Ich war sehr impulsiv und oft bockig. Hab bei jeden bißchen gleich geweint und habe alle Emotionen die von außen kamen wahrgenommen und ‚aufgesaugt‘. Aber niemand hat mir ‚richtig‘ gezeigt wie ich mit meinen Emotionen umgehen kann. So wie sie raus kamen war irgendwie immer falsch, die zogen Konsequenzen nachsich. Bestrafung oder auch Abwertung kam von außen. Ergo ich habe irgendwann alles abgeblockt was von innen kam. Ich habe mir nicht mehr erlaubt bestimmte Gefühle zu haben und diese zu zeigen. Diese kamen dann nur bei völliger Erschöpfung oder Überforderung raus. Und ich habe mich dann dafür geschämt. 

Als ich dann Mutter wurde stas ich wieder auf meine auf Emotionen und war oft völlig überfordert. Nun war meine erste Tochter ab den 3. Lebensjahr auch – ich würde mal sagen, nicht leicht händelbar ^^ . Ich musste erst mal wieder lernen meine Emotionen bewusst wahrzunehmen und nicht aus ihnen herraus zu handeln. Den stressigen Situationen war ich nicht gewachsen und sie zeigte mir immer wieder den Spiegel auf – was ich aber erst im nachhinein erkannte. 

Mit meiner zweiten Tochter kam zu der Überforderung noch Erschöpfung dazu. Ich habe die ersten 3 Jahre mit ihr keine Nacht durch geschlafen. Ich war oft erschöpft und die Emotionen überrannten mich. Ab da war der Zeitpunkt gekommen wo ich mir selbst zugestand, Gefühle haben zu dürfen und sie anzunehmen. Ich habe angefangen zu lernen sie bewusster wahrzunehmen und dann sie zu reflektieren. Das war aber nicht von jetzt auf gleich. Die Aussöhnung mit meinen inneren Kind dauerte Jahre. 

Gerade wir Eltern sind ein Vorbild für unsere Kinder. Wenn wir nicht gelernt haben ‚richtig‘ mit unseren Emotionen bzw. Gefühlen umzugehen, ‚überträgt‘ sich das auch auf unser Kind. Wenn wir als Eltern unsere Gefühle bewusst wahrnehmen und reflektieren, handeln wir auch nicht aus ihnen heraus, (was ja unbewusst geschieht). Dann nehmen wir auch bewusster die Gefühle unserer Kinder wahr und können besser auf das Kind eingehen. 

Der erste Schritt ist also, seine eigenen Gefühle bewusster wahrzunehmen. Im zweiten sie anzunehmen. Wenn wir uns selber erlauben Emotionen haben zu dürfen, nehmen wir sie auch an. Im dritten Schritt sie gehen zu lassen, dadurch können wir eine andere Perspektive einnehmen und daraus handeln. 

Im 2. Teil geht’s dann weiter mit der Wahrnehmung der Emotionen von außen. 
Sei lieb gegrüßt ♡ Nicole 

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